Briefkastenfirma versus Domizilservice

Briefkastenfirma versus Domizilservice

In unserem heutigen Blog Post beschäftigen wir uns mit einem eher kontroversen Thema: Briefkastenfirmen. Wir erklären was eine Briefkastenfirma ausmacht, was man unter einem Domizilservice versteht und worin die Unterschiede zwischen den beiden liegen.

Was ist eine Briefkastenfirma?

Eine Briefkastenfirma, auch bekannt als Offshore Firma, bezeichnet ein Unternehmen, das meistens nur auf dem Papier besteht. Die Firmenpapiere sind oftmals von einem Mittelsmann in der Rolle des Eigentümers unterzeichnet und im Prinzip gibt es nur einen Briefkasten in einem steuerfreundlichen Land. Theoretisch ist diese Form von Unternehmen legal, jedoch sehr umstritten (besonders seit der Veröffentlichung der so genannten “Panama Papers”, welche 2016 über 200.000 solcher Scheinfirmen aufgedeckt haben). Bei einer Briefkastenfirma gibt es in der Regel kein aktives Geschäft, das eigentliche Ziel dieser Betriebe ist es Steuerschlupflöcher zu finden, das heißt sich ausländische Steuerregelungen zu Nutze zu machen. Es können aber auch durchaus legitime Ziele verfolgt werden, beispielsweise die Erforschung fremder Märkte ohne dass die Konkurrenz sofort davon erfährt.

Was ist ein Domizilservice?

Ein Domizilservice bietet Firmen die Grundausstattung um ihren Firmensitz legal (sowohl im Heimat- als auch im Ausland) und moralisch unbedenklich anzumelden. Im Gegensatz zur Briefkastenfirma geht es dabei nicht darum möglichst viele Steuern zu sparen, sondern einen Firmensitz in einer prestigeträchtigen Lage zu haben und dennoch flexibel zu bleiben (Stichwort Virtual Office). Viele Unternehmen nutzen Domizilservices um einen (zweiten) Standort im Ausland zu haben, den sie für internationale Projekte benötigen. Auch Einzelunternehmer und Startups profitieren von diesen Institutionen, da sie ihren Firmensitz in einer prestigeträchtigen Lage anmelden können ohne sich in Unkosten stürzen zu müssen. Damit eine Firmensitzanmeldung legal ist, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden, die auch unser CODOS Center anbietet: ein Firmenschild und eine komplett ausgestattete Infrastruktur (das heißt Meetingräume für Besprechungen und Kundentermine, Personal, Postverarbeitung, Internet und Mobiliar). Sowohl das Gewerbe- als auch das Finanzamt überprüfen die Erfüllung dieser Voraussetzungen bei der Anmeldung.

Die Unterschiede

Was sind jetzt also die Unterschiede zwischen einer Briefkastenfirma und einem Domizilservice? Beides ist (theoretisch) legal, eine Briefkastenfirma wird jedoch meistens aus moralisch fraglichen Gründen, vor allem aber für Geldwäsche und Steuerhinterziehung, betrieben. Im Gegensatz dazu geht es bei einem Domizilservice vor allem darum einen Firmensitz in “guter Lage” zu haben und dennoch flexibel zu bleiben – sei es um internationale Projekte im Ausland betreuen zu können oder um sein Start-Up möglichst professionell vor Kunden zu präsentieren.

Um eine Briefkastenfirma gründen zu können, gibt es nicht sehr viele Vorgaben. Manche munkeln gar, dass es leichter ist als eine Steuererklärung auszufüllen. Googelt man zum Beispiel nach “Offshore Firma gründen” findet man zahlreiche Online-Formulare mit denen man mit nur wenigen Klicks eine Briefkastenfirma gründen kann. Um seinen Firmensitz bei einem Domizilservice anmelden zu können, muss man den Betreibern unterschiedliche Unterlagen vorlegen, die auch durch das jeweils zuständige Finanz- und Gewerbeamt überprüft werden müssen. Die Betreiber des Domizilservices sind außerdem dazu verpflichtet ein Firmenschild anzubringen und für die nötige Infrastruktur und geschultes Personal zu sorgen. Hier gibt es nicht nur einen Briefkasten sondern auch Meetingräume für Besprechungen und Kundentermine, Internet, Schreibtische/Arbeitsplätze, etc.

Der Standort einer Briefkastenfirma basiert größtenteils ausschließlich auf den Steuervorgaben des jeweiligen Landes. Bei einem Domizilservice hingegen legt man großen Wert darauf seinen Firmensitz an einem Standort zu haben, der ein gutes Image bei Kunden und Geschäftspartnern hat. Auch für die Mitarbeiter spielt ein guter Standort eine wichtige Rolle – je besser die öffentliche Anbindung, die Aus- und Weiterbildungsangebote sowie die Verpflegungsmöglichkeiten, umso zufriedener die Angestellten.

Wir bei CODOS legen großen Wert auf Legalität und Transparenz. Unsere Räumlichkeiten sind spontan und für einen festgelegten Zeitraum mietbar und wenn Sie das möchten, unterstützen wir Sie mit unserem Domizilservice dabei Ihren Firmensitz in Form eines virtuellen Büros legal bei uns anzumelden. Wir hoffen mit diesem Blogpost die Unterschiede zwischen Briefkastenfirma und Domizilservice aufgezeigt zu haben und klarzustellen, dass Ihre Firma bei uns in den besten Händen ist.