Burnout Prävention: 10 Tipps zur Vorbeugung stressbedingter Erschöpfung

Burnout Prävention: 10 Tipps zur Vorbeugung stressbedingter Erschöpfung

39 Prozent der Österreicher fühlen sich laut einer Studie durch Stress erheblich beeinträchtigt und in ihren Leistungen eingeschränkt. Beinahe jeder Vierte steuert auf ein Burnout zu, wobei Männer stärker betroffen sind als Frauen. Doch der Erschöpfungszustand beschränkt sich nicht nur auf das Berufsleben. So empfindet auch jeder vierte Österreicher sein Privatleben als extrem anstrengend.

Im Vordergrund stehen beim Burnout Zeit- und Termindruck sowie Aufbürdung von zu viel Verantwortung. Dabei gilt: Man nimmt die Belastung häufig in beide Richtungen mit, vom Berufs- ins Privatleben und umgekehrt.

 

Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass immer jüngere Personen typische Burnout Symptome zeigen und laut Umfragen bereits 41 Prozent der 18- bis 34-Jährigen eine akute Belastung empfinden. Dieser Altersgruppe fällt vor allem die Distanzierung zur Arbeit in der Freizeit am Schwersten.

Aber auch Kinder kennen schon dieses Problem und reagieren auf Druck in der Schule und zu hohe Erwartungshaltungen der Eltern mit den typischen Merkmalen einer stressbedingten Erschöpfung.

Doch es ist möglich, dieser Erkrankung entgegenzuwirken – folgende 10 Tipps zur

effektiven Burnout Prävention, zu der auch ein entspannter Arbeitsplatz gehört, wie ihn etwa CODOS bietet. Klicken Sie hier für mehr Informationen dazu.

 

Sind Sie Burnout gefährdet?

Burnout ist üblicherweise ein schleichender, lang andauernder Prozess und kann Menschen aller Berufsgruppen betreffen.

Es ist von großer Bedeutung, bereits die ersten Warnsignale – bei sich, aber auch bei anderen – zu erkennen und richtig zu deuten. In der ersten Phase der Erkrankung ist eine Umkehr nämlich noch jederzeit möglich. Es kommt allerdings darauf an, dass dem Betroffenen bewusst wird, oder bewusst gemacht wird, was los ist.

Die folgende Liste beschreibt die häufigsten Burnout Symptome:

Burnout gefährdete Menschen:

  • haben nie Zeit oder empfinden es zumindest so
  • wirken ständig gehetzt und getrieben
  • sprechen laufend von genau den Dingen, die sie stressen und tragen beispielsweise stets Arbeit mit sich herum
  • wollen immer erreichbar sein
  • können nicht delegieren
  • nehmen sich selten frei und verzichten auf Urlaub
  • vernachlässigen ihre Hobbys
  • vergessen plötzlich Termine und kommen zu Verabredungen zu spät
  • steigern den Konsum von Energy-Drinks und Kaffee, trinken häufiger Alkohol und rauchen mehr
  • können sich über nichts mehr richtig freuen
  • hören kaum zu, wenn andere reden
  • reagieren gereizt auf Planänderungen oder unvorhergesehene Ereignisse
  • achten weniger als früher auf ihr äußeres Erscheinungsbild
  • machen mehr Fehler als sonst
  • müssen häufiger einen Krankenstand beantragen

 

Die 10 besten Tipps für die Burnout Prävention

Und so funktioniert effektive Burnout Prävention:

In Bewegung bleiben

Menschen, die während ihrer Arbeitszeit größtenteils sitzen, müssen für ihren Körper ein Gegengewicht schaffen. Für den Anfang reicht pro Woche zwei bis drei Mal eine halbe Stunde Bewegung, egal welche. Besonders belebend für Geist und Seele ist dabei der Aufenthalt im Grünen, denn die Natur wirkt auf ganz natürliche Weise Stress und schlechter Stimmung entgegen. Ist dafür keine Zeit, reicht es, tägliche Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu unternehmen, anstatt mit dem Auto oder der Bahn zu fahren. Gute körperliche Fitness maximiert nicht nur die Leistungsreserven, sie macht auch belastbarer. Zudem wirkt sie sich positiv auf Gedächtnis oder Konzentrationsfähigkeit aus.

Die kleine Entspannung zwischendurch

Multitasking ist für die meisten Menschen, ob im Berufs- oder Privatleben, längst keine Ausnahme mehr, sondern gehört zum Standard. Ganz wichtig ist die Entspannung zwischendurch, sozusagen der Mikro-Urlaub im Alltag: Lieblingslied hören, einen Sonnenuntergang betrachten, ein Getränk in der Sonne genießen oder zwischendurch einfach mal ein Powernap einlegen.

Wer nur sehr schwer „runterfahren“ und auf Kommando relaxen kann, sollte eine Entspannungstechnik ausprobieren, um zur Ruhe zu kommen um damit dem Burnout entgegenzuwirken. Die Auswahl umfasst u.a. Yoga, autogenes Training oder Atemtechniken.

Ausreichend schlafen

Wer tagsüber belastbar sein muss, benötigt nachts genügend Schlaf. Davor sollte auf fettes oder stark zuckerhaltiges Essen, Alkohol und Kaffee verzichtet werden. Im Idealfall ersetzt man den Krimi oder Actionfilm vor dem Zubettgehen durch „leichte Kost“ wie Liebesfilme oder Komödien (dasselbe gilt fürs Lesen).

Zu einem erholsamen Schlaf, der Energie für den ganzen Tag schafft, gehört auch eine gute Bettausstattung. Dabei ist der Matratze und dem Lattenrost besondere Aufmerksamkeit zu widmen – am Besten, man lässt sich von Experten beraten. 

Bewusste Ernährung

Nicht nur vor dem Schlaf, sondern ganz generell empfiehlt sich bei einem hohen Stressfaktor und großer Belastung eine leichte Ernährung. Diese besteht aus viel Gemüse sowie magerem Fisch und Fleisch, dazu Milchprodukte und Obst in Maßen. Fett, Zucker und Kohlenhydrate dürften ruhig kräftig reduziert werden. Zu trinken gibt es ungesüßte Säfte, Tee und Wasser. Essen sollte man stets in Ruhe und im Sitzen. Der Magen freut sich außerdem über gut gekaute Lebensmittel, was zur Folge hat, dass es zu keiner starken Übersäuerung aufgrund von zu großen Bissen kommt.

Zeit mit der Familie und Freunden verbringen

Hat man das Gefühl, keine Zeit mehr für gemeinsame Unternehmungen mit der Familie und Freunden zu haben, weil immer irgendetwas dazwischen kommt, wird ein fixer Zeitpunkt dafür festgesetzt. Am besten eignet sich dafür ein Nachmittag und Abend am Wochenende, etwa der Samstag. Besonders verbindlich und entspannend sind gemeinsame Rituale, auf die man sich unter der Woche freuen kann, beispielsweise zusammen kochen, ins Kino gehen oder Gesellschaftsspiele spielen. In dieser Zeit werden auch private Themen mit dem Partner besprochen, die im durchorganisierten Alltag zu kurz kommen.

Hobbys nachgehen oder zulegen 

Hobbys machen Freude, vor allem dann, wenn man sie wieder aufleben lässt. Nichts ist befriedigender, als das Ergebnis einer echten Leidenschaft in den Händen zu halten, egal ob es sich dabei um tolle Fotos, ein Flugzeugmodell oder einen gefangenen Fisch handelt. Man kann in der Tätigkeit versinken, Raum, Zeit und Sorgen vergessen, darin aufgehen, zur Ruhe kommen und vieles mehr. Die regelmäßige Ausübung eines geliebten Hobbys lindert Burnout Symptome nicht nur sofort, sondern auch langfristig.

Lieben und lachen

Lieben und Zärtlichkeiten austauschen macht glücklich! Küssen mindert die psychische Belastung nachweislich um rund 50 Prozent! Innige Umarmungen schenken Nähe und Ruhe, Partnermassagen entspannen zugleich die Muskeln und lassen Sorgen wie Butter in der Sonne dahinschmelzen. In etwa denselben Effekt hat lachen. Ein lustiger Film, ein Treffen mit Menschen, die gut drauf sind und mit denen man witzige Gespräche führen kann, der Besuch eines Kabaretts … Lachen als Burnout Prävention baut nicht nur Stress ab, es stärkt auch das Immunsystem und stabilisiert den Blutdruck. 

Ständige Erreichbarkeiten mindern

Obwohl die Vielzahl an unterschiedlichen Kommunikationskanälen die Arbeit erleichtert, kommt durch die ständige Erreichbarkeit häufig Stress auf. Es sollte daher festgelegt werden, wann man nicht am Handy oder PC erreichbar ist. Vor allem in der Freizeit darf das Mobiltelefon auch mal zu Hause bleiben, denn es gibt eine Mobilbox, auf der Nachrichten hinterlassen werden können. Auch im Schlafzimmer hat das Smartphone nichts verloren, wenn es keinen Notfall gibt. Und die Messages, die auf den sozialen Netzwerken das ganze Wochenende eingehen, können sonntagabends gesammelt gecheckt und beantwortet werden.

Zeitmanagement optimieren

Wichtig für die Burnout Prävention ist ein gutes Zeitmanagement! Dieses beinhaltet, dass man sich nicht verzettelt und von Kleinigkeiten ablenken lässt sowie Prioritäten setzt und Unangenehmes stets zuerst erledigt. Unter Umständen kann überlegt werden, wo im Job effektiv Zeit gespart werden kann, damit in der Freizeit mehr davon übrig bleibt. Dazu gehört das Abgeben bzw. Delegieren von Aufgaben – was anfangs vielleicht schwer fällt, sollte zur Selbstverständlichkeit werden.

Tipps für den Arbeitsalltag im Büro

Das konkrete Managen des Arbeitsalltags hilft beim Senken des Stresslevels. Es sollten ganz bewusst Pausen eingeplant und Zeiten für organisatorische Tätigkeiten wie die das Beantworten der Korrespondenz festgelegt werden. Bei Tagungen oder Seminaren werden Unterbrechungen zum Abschalten und vielleicht für einen kleinen Spaziergang genutzt. In regelmäßigen Abständen ist der Kalender nach Terminen zu durchforsten, die gestrichen oder an Kollegen bzw. Mitarbeiter abgegeben werden können.

Zur Burnout Prävention zählt auch ein stressfreier Arbeitsplatz. Unser CODOS Center bietet entspannte Coworking Spaces, Büroservice, Firmenstandorte und Lösungen für exklusive Geschäftsadressen in den Bezirken 1010 und 1030. Sollten auch Sie gerade auf der Suche nach einem geeigneten Büro mit relaxter Atmosphäre sein, klicken Sie hier für mehr Informationen zu CODOS.